Diese NAVIS AKTUELL – Information wird laufend aktualisiert.

 

Seit mehreren Wochen protestieren die Landwirte in vielen Ländern der EU mit Straßen-Blockaden und behindern dadurch auch den Güterverkehr.  Auslöser der Proteste sind die wachsende Frustration der Bauern über Subventionskürzungen, schwindende Einnahmen, bürokratische Hürden sowie strenge europäische Umweltauflagen.

Eine Übersicht der Bauernproteste in Deutschland ab Dezember 2023 sowie Informationen über den politischen Hintergrund finden Sie hier.

Eine Übersicht der Bauernproteste in Europa ab Januar 2024 sowie Informationen über den politischen Hintergrund finden Sie hier.

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Hier informieren wir Sie laufend über den aktuellen Stand der Blockaden und deren Auswirkungen auf den Güterverkehr in Europa:

 

Update vom 29.02.2024:

Polen/Litauen: Protest der Landwirte an der polnisch-litauischen Grenze in Budzisko-Kalvarija:

Wie der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) berichtet, planen Landwirte einen Protest an der polnisch-litauischen Grenze in Budzisko vom 1. bis 7. März 2024.

Der polnische Güterverkehrsverband ZMPD gibt die folgenden Hinweise:

  1. Fahrzeugkontrollen werden nur auf der Einreiseroute von Litauen nach Polen stattfinden.
  2. Der Protest wird 24 Stunden am Tag ohne Unterbrechung andauern.
  3. Der Verkehr wird auf der Ausreiseroute aus Polen normal fließen.
  4. Auf der Schnellstraße S-8 bei der Einreise nach Polen werden die Fahrzeuge von der Polizei, dem Grenzschutz und der nationalen Steuerverwaltung kontrolliert.
  5. Die folgenden Fahrzeuge werden auf der linken Spur der S-8 unkontrolliert passieren:  Personenkraftwagen, Busse und Reisebusse, Abschleppwagen, Panzer, Tiertransporte, andere Fahrzeuge, deren Ladung sichtbar ist.
  6. Auf der rechten Fahrspur werden die folgenden Fahrzeuge zu Kontrollpunkten auf dem Lkw-Parkplatz geleitet: Planen-Lkw, Kipplaster, Schubbodenauflieger, Kühlwagen.
  7. Fahrzeugkontrollen werden nur von befugten Beamten in Bezug auf die Transportdokumente und deren Übereinstimmung mit der transportierten Ladung durchgeführt, insbesondere im Hinblick auf den Transport von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten.
  8. Es wird vorgeschlagen (auch an die litauische Seite gerichtet), dass Busse, PKWs und LKWs mit einem zulässigen Höchstgewicht von bis zu 7,5 Tonnen den Grenzübergang zu Litauen in Ogrodniki benutzen sollten.

 

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Update vom 27.02.2024:

Spanien: Proteste der Landwirte – Aktuelles zu den Auswirkungen auf die Straßen in Katalonien:

Wie der DSLV berichtet, haben katalanische Landwirte am Morgen des 27. Februars 2024 mehrere Straßen gesperrt. Nach Angaben der katalanischen Verkehrsbehörde und der DGT handelt es sich dabei um die derzeit registrierten Straßensperren:

  1. AP-7 in Pontós Umleitung über Figueres Süd und Escala
  1. N-II in Pontós Umleitung über GI-623, C-31 und C-26
  1. A-2 bei Soses in allen Richtungen, bei Tàrrega in Richtung Lleida und bei Vilagrassa in Richtung Barcelona
  1. N-240 bei Almacelles
  1. N-230 in Alfarrás
  1. A-22 in Lleida 

Es wird empfohlen, keine weiteren Fahrzeuge zu diesen Punkten zu schicken, um einen Stau zu vermeiden.

 

Spanien: Landwirte protestieren – Störungen an der französischen Grenze am 27. und 28. Februar 2024 erwartet:

Die Gewerkschaften der Landwirte in Spanien haben für den 27. und 28. Februar 2024 zu Traktoraktionen an den Zugängen zu den Grenzübergängen und in den Pyrenäen aufgerufen. Nach Informationen die dem DSLV vorliegen, könnte die Kundgebung in Spanien um 8:00 Uhr auf der N-II bei Santa Llogaia d’Alguema (Alt Empordà) beginnen und bei Borrassà auf die AP-7 in Richtung Süden führen. Auch in Orriols wird es Protestfahrten geben, um die Autobahnauffahrt in Bàscara in Richtung Norden zu erreichen. Um 10:00 Uhr findet eine weitere Protestfahrt in Molló statt, um über die C-38 nach Coll d’Ares an die französische Grenze zu fahren. In Berguedà treffen sich die Teilnehmer um 9.00 Uhr auf dem Campingplatz von Berga und fahren zum Messegelände von Puigcerdà, wo sie sich mit anderen Teilnehmern treffen und langsam zur Llívia-Brücke fahren. In Vialler (Alta Ribagorça) geht es schließlich zum Südeingang des Vielha-Tunnels. In Lleida werden die Straßen AP-2 und A-2 (Soses und Tàrrega), A-22 (Almacelles), C-14 (Basella) und C-16 (Alfarràs) gesperrt. Die französischen Behörden (Präfektur Pyrénées-Orientales) teilten die folgenden Maßnahmen mit, die zur Bewältigung der erwarteten Behinderungen ergriffen wurden:

  • Der Verkehr auf der Autobahn A9 in Nord-Süd-Richtung wird an der großen Mautschranke von Boulou blockiert (ab dem 27. Februar um ca. 8:00 Uhr). Der Schwerlastverkehr in Nord-Süd-Richtung wird auf der A9 zwischen Leucate und Le Boulou geparkt, ohne die Möglichkeit, die A9 zu verlassen, da alle Ausfahrten in Nord-Süd-Richtung gesperrt sind.
  • Das sekundäre Straßennetz wird für den Schwerlastverkehr gesperrt, mit Ausnahme der RD66 (ex RN 116) und der RD115, die wegen des Schneefalls für den Schwerlastverkehr gesperrt sind, mit dem angebrachten Logo für den örtlichen Verkehr.
  • Zu diesem Zweck wird die Ausfahrt Sigean für den Schwerlastverkehr im Ortsverkehr geöffnet. Die Fahrer dieser Fahrzeuge müssen an ihrer Windschutzscheibe unten links das angebrachte Logo anbringen, damit die internen Sicherheitskräfte die Fahrzeuge identifizieren können und der Verkehr im Nahverkehr so weit wie möglich erleichtert wird.

 

FNTR teilte auch mit, dass es empfohlen wird, die A9 zwischen Narbonne und Spanien zu meiden. Fahrer, die sich dennoch für die A9 entscheiden und das Ende der Bewegung in den Lagerbereichen abwarten, müssen unbedingt darauf hingewiesen werden, dass sie sich für mindestens 48 Stunden (geschätzte Dauer der Sperrungen) mit Lebensmitteln versorgen müssen. Schwerlastkraftwagen, die in Saint Charles oder im Distriport Boulou umgeladen haben, können die A9 in Richtung Norden über P. Sud und P. Nord befahren. Die Auf- und Abfahrten zur A9 an der kleinen Schranke von Boulou werden gesperrt sein.

 

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Update vom 23.02.2024

Polen:

Seit Wochen protestieren polnische Bauern gegen die Agrarpolitik der EU. Ab Sonntag, den 25.02.2024 wollen polnische Bauern wollen die Autobahn A12 nahe der Grenze zu Deutschland blockieren – eine wichtige Verkehrsader, die Polen mit Berlin verbindet. Autofahrer müssen sich laut Polizei auf mehrtägige Einschränkungen einstellen.

Die Blockade werde um 13 Uhr beginnen und sich vom Verkehrsknotenpunkt Swiecko (Landesstraße 29) bis zur deutschen Grenze hinziehen, sagte eine Sprecherin des Autobahnbetreibers. Betroffen seien alle Spuren in beide Fahrrichtungen.

Wie die Gemeinde Slubice auf ihrer Webseite mitteilte, ist die Protestaktion bis zum 20. März angemeldet. Ein Sprecher der Brandenburger Polizeidirektion Ost sagte zu den erwarteten Verkehrsbehinderungen: “Wir gehen davon aus, dass es für mehrere Tage der Fall sein wird.” Es sei mit einer angespannten Verkehrslage zu rechnen. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Staus und Umwege einstellen.

Die Polizei kündigte an, sie werde den Verkehr auf der viel befahrenen A12 ab der Anschlussstelle Frankfurt (Oder)-Mitte sperren, so dass alle Verkehrsteilnehmer abfahren müssen. So solle ein kilometerlanger Stau vor allem für LKW vor der Grenze vermieden werden, sagte der Sprecher. Die Verkehrsteilnehmer würden weit vor der Sperrung auf die Einschränkung hingewiesen. Der Güterverkehr solle auf andere Autobahnen ausweichen.

Die A12 ist eine zentrale Verkehrsachse, die Berlin mit Polen verbindet. Die seit Wochen anhaltenden Proteste polnischer Bauern richten sich gegen die EU-Agrarpolitik, aber auch gegen die Einfuhr günstiger Agrarprodukte aus der Ukraine. Nach Informationen des Portals Slubice24 planen die Bauern aus der Region, mit bis zu 700 Traktoren, Ernte- und Zugmaschinen anzurücken. Den Angaben zufolge wollen bis zu 1500 Menschen an der Blockade teilnehmen.

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Update vom 20.02.2024:

Polen: Neue Welle von Bauernprotesten

Am 20. Februar 2024 findet in Polen ein weiterer Bauernprotest statt. Das berichtet der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV). Die Demonstranten werden weiterhin vier Grenzübergänge zur Ukraine blockieren: Hrebenne, Medyka, Korczowa und Dorohusk.

Die Demonstranten wollen die Auffahrt zur Autobahn A2 in Skierniewice sowie die Schnellstraße S17 von Warschau nach Lublin blockieren. Weitere Informationen und die Namen der blockierten Städte finden Sie auf dieser interaktiven Karte.

 

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Update vom 16.02.2024:

Tschechische Republik:

Tschechische Bauern planen für den Montag, 19.02.2024 eine Sternfahrt von Konvois nach Prag. Ziel in Prag ist das Woodrow-Wilson-Denkmal “Wilsonova” gegenüber dem Prager Hauptbahnhof. Dem Vernehmen nach könnten die Aktionen bis zum 22.02.2024 fortdauern.

Bereits heute bekannt sind folgende Sammelpunkte und Routen für die Sternfahrt nach Prag:

D7 – Sammelpunkt: Flughafen Panenský Týnec
• Slaný In Richtung der D7 – Evropská – Svatovítská – Hradčanská – Milady Horákové – Veletržní – Bubenská – Hlávkův most – Wilsonova

D8 – Sammelpunkt: Lovosice
• Liberecká – Holešovičky – most Barikádníků – Argentinská – Za Viaduktem – nábř. Kpt. Jaroše – Hlávkův most – Wilsonova

D1 – Sammelpunkt: Auffahrt zur D1 von Benešov in Richtung Prag
• 5. května – Legerova – Wilsonova

D4 – Sammelpunkt: Cukrák
• Strakonická – Hořejší nábř. – Jiráskův most – Resslova – Ječná – Wilsonova

D11 – Ankunft von der D11
• Olomoucká – Pražský okruh – Českobrodská – Hartigova – Husitská – Wilsonova

 

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Update vom 13.02.2024:

Belgien:

Das NAVIS Büro in Antwerpen meldet, dass seit Dienstag morgen Bauern mit Traktoren wichtige Zufahrten zum Hafen in Antwerpen. blockieren.  

 

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Update vom 08.02.2024:

Spanien:

Die Mobilisierung der Landwirte nimmt auch in ganz Spanien zu und führt zu ernsthaften Problemen auf den spanischen Straßen. Bislang sind es nur selbst organisierte Gruppen, die über soziale Medien zur Mobilisierung aufrufen, z.B. zum langsamen Fahren von Wohnwagen und zum Blockieren von Hauptverkehrsstraßen und Logistikzentren. Inzwischen gibt es jedoch eine Reihe von Demonstrationen, die von den drei großen spanischen Bauernverbänden organisiert werden: ASAJA, COPAG und UPA.

Darüber hinaus hat eine Organisation namens „Plataforma para la defensa del transporte“ (die bereits im März 2022 einen 20-tägigen Konflikt auf spanischen Straßen auslöste) zu einer vollständigen Blockade aufgerufen, um ab Samstag, dem 10. Februar 2024, gemeinsam mit den Landwirten Lastwagen anzuhalten und Straßen zu blockieren, bis sie ihre Ziele erreicht haben. Die anderen großen spanischen Organisationen, darunter ASTIC, unterstützen diese Bewegung nicht. Ob es der „Plataforma“ gelingt, genügend Unterstützer und Mitstreiter zu gewinnen, ist schwer abzuschätzen.

Für geplante Fahrten nach Spanien sollte man sich zunächst auf den folgenden Websites informieren:

https://infocar.dgt.es/etraffic/

https://www.trafikoa.euskadi.eus/wps/portal/trafico/incidenciasTrafico

https://cit.transit.gencat.cat/cit/AppJava/views/incidents.xhtml

 

Polen:

Wie der Bundesverbandes Spedition und Logistik (DSLV) berichtet, liegen Informationen aus Mitgliederkreisen vor, wonach die polnischen Landwirte planen, ab dem 9. Februar 2024 umfangreiche Streikmaßnahmen durchzuführen. Geplant sind die Blockade von Autobahnen sowie von polnisch-ukrainischen Grenzübergängen. Unterstützung erfahren die Landwirte dabei auch von polnischen Speditionsunternehmen. Die Dauer der Streiks soll 30 Tage betragen, sofern keine Einigung mit der Regierung gefunden wird. Die Standorte und Zeiten der geplanten Streikmaßnahmen können der online-Landkarte unter folgendem Link entnommen werden. 

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Update vom 06.02.2024:

Bulgarien:

Wie der Bundesverbandes Spedition und Logistik (DSLV) berichtet, haben auch die bulgarischen Landwirte für heute, den 6. Februar 2024 eine Reihe von Protestaktionen angekündigt. Diese haben um 10:00 Uhr begonnen und waren zunächst für zwei Stunden angesetzt. Sie sollen in den nächsten Tagen jedoch fortgesetzt und ihre Dauer verlängert werden, bis die Landwirte ihre Forderungen nach staatlichen Beihilfen als erfüllt ansehen. Über 80 „Hot Spots“ in ganz Bulgarien sollen im Rahmen der angekündigten Protestaktionen mit schweren landwirtschaftlichen Maschinen blockiert werden.

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Update vom 05.02.2024:

Deutschland:

Bauern haben seit dem späten Sonntagabend, 04. Februar, vor einem Logistikzentrum in Groß Klessow (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) eine Blockade errichtet. Die Kundgebung im Ortsteil der Stadt Lübbenau mit einer dreistelligen Zahl an Traktoren und Lastkraftwagen war nicht angemeldet, teilte die Polizei am Montagmorgen, den 05. Februar, mit. Man habe die Demonstranten aufgefordert, die Versammlung zu beenden, sagte eine Sprecherin. Die Kundgebung aufzulösen sei wegen der großen Teilnehmerzahl und vielen Fahrzeuge nicht möglich. Bei den Einsatzkräften hat sich demnach kein Versammlungsleiter gemeldet. Die Ein- und Auffahrt zum Logistikzentrum des Lebensmittelhändlers Kaufland sei vollständig verstellt. Nach Angaben der Polizei haben die Protestierenden zumindest eine Rettungsgasse gebildet.

Portugal:

Nach Informationen des Bundesverbandes Spedition und Logistik (DSLV) haben die protestierenden portugiesischen Landwirte bereits am Donnerstag, den 1. Februar, eine Einigung mit der Regierung erzielt. Die meisten Aktionen der Landwirte wurden eingestellt. Der Verkehr an den wichtigsten portugiesischen Grenzen und auf den Hauptstraßen hat sich normalisiert.

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Update vom 02.02.2024:

Belgien: Notfallplan für den Hafen von Zeebrügge ausgerufen

Wie der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) berichtet, sitzen rund um den Hafen von Zeebrügge derzeit etwa 1.700 bis 2.000 Lkw aufgrund von Blockaden durch Landwirte fest. Inzwischen hat der Gouverneur von Westflandern beschlossen, den allgemeinen Notstand und den Interventionsplan der Provinz auszurufen. Die Parkplätze in und um Zeebrügge haben inzwischen ihre maximale Kapazität erreicht. Es wurde daher beschlossen, die ankommenden Lkws nach Ostende umzuleiten. Dort wird derzeit alles vorbereitet, um auf dem Flughafengelände einen Notparkplatz mit einer Kapazität von 1.000 Lkw einzurichten. Dort werden auch Verpflegungs- und Sanitäreinrichtungen für die gestrandeten Fahrer zur Verfügung stehen. Die Lkw werden von der Autobahn aus mit Hilfe von Hinweisschildern zu diesem Notparkplatz geleitet.

Belgien: Notfalldienst für blockierte Lkw-Fahrer eingerichtet

Die Stadt Brügge und die Polizei Brügge organisieren einen Verpflegungsdienst für Lkw-Fahrer, die wegen der Proteste der Landwirte in Brügge/Zeebrügge festsitzen. Lkw-Fahrer, die etwas zu trinken oder zu essen brauchen, können dies über das folgende Online-Notfallformular oder über die Notrufnummer +32 50 44 80 80 anfordern.

Frankreich/Belgien: Demonstrationen der Landwirte – Straßenblockade – Update

Die Verbände FNTR und FEBETRA geben nachfolgend eine Zusammenfassung über die Situation jeweils in Frankreich und Belgien. 

Frankreich:
Um die Aktionen und ihre Auswirkungen auf den Straßenverkehr zu verfolgen, wird empfohlen, die Karte “Bison Fûté” in Echtzeit zu konsultieren, sowie die Website der FNTR.

Belgien:
FEBETRA veröffentlicht hier (NL/FR) ein Update der Situation. Nachstehend eine übersetzte Version der wichtigsten Sperrungen:

Brüssel
In mehreren Orten in Brüssel und Umgebung sind Straßen gesperrt oder Landwirte haben Filterdämme errichtet. Auf dem inneren Ring von Brüssel, in Zellik, ist nur eine Fahrspur offen. Auf der E40 aus Richtung Gent bilden sich ab Ternat Warteschlangen.

Ostflandern
Die größten Beeinträchtigungen in Ostflandern gibt es in Gent und Umgebung. Auf dem Stadtring (R40) wurden Blockaden von der Kreuzung R40-Ijzerlaan-Kortrijksesesteenweg bis zur Kreuzung R40-Maartelaarslaan-Groot-Brittanniëlaan errichtet. Die Landwirte fahren aus mehreren Dörfern und Städten Ostflanderns in Richtung Provinzhauptstadt. Begegnungen finden unter anderem in Lievegem, Lokeren und an der N70 in Lochristi statt. Weitere Treffpunkte sind an der Kreuzung der N9 und der N42 in Wetteren, an der N60 in Oudenaarde und auf dem Parkplatz für Fahrgemeinschaften in Zevergem geplant. Auf der E34 bei Zelzate-Oost ist der Cosmos-Kreisel bei Arcelor Mittal ebenfalls vollständig gesperrt.

Limburg
Heute früh verließen die Limburger Landwirte Ham, Zwartberg (Genk) und Hasselt in Kolonne in Richtung des Kleeblatts von Lummen. Die E314 ist in Richtung Leuven und Niederlande und die E313 in Richtung Hasselt und Antwerpen an der Ausfahrt Industrie Zolder-Lummen gesperrt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag werden Landwirte gemeinsam mit Kollegen aus den Niederlanden auch den Grenzübergang zu den Niederlanden auf der E314 in Maasmechelen blockieren. Insgesamt werden rund 600 Traktoren – darunter 200 niederländische – den Grenzübergang schließen wollen.

Flämisch Brabant

In der Nähe von Halle bleiben folgende Straßen gesperrt: die äußere Umgehungsstraße von Brüssel nach Huizingen und Beersel und die innere Umgehungsstraße nach Ittre. Die E429 in Richtung Brüssel ist an der Kreuzung mit dem Nijvelsesteenweg ebenfalls gesperrt.

Westflandern
In Westflandern planen die Landwirte größere Aktionen auf dem Autobahnzubringer E403 in Roeselare, bei AZ Delta, Westwing Park und REO Veiling. Die Aktion wird 36 Stunden dauern. Andere Landwirte werden in Kolonnen von Veurne und Nieuwpoort entlang der E40 in Richtung der Autobahnauffahrt Oostduinkerke aufbrechen. Derzeit ist die Straße von Oostduinkerke in beide Richtungen gesperrt. Auch auf der N31 von Brügge nach Zeebrügge und auf der A11 zwischen Brügge und Knokke an den Ausfahrten Brügge-Zeehaven gibt es Filterschranken. Die Aktion in Zeebrugge, die eigentlich gestern Abend enden sollte, wurde verlängert und wird mindestens bis heute Abend um 18 Uhr andauern.

Antwerpen
Auf der A12 in Richtung Bergen-op-Zoom gibt es an den Ausfahrten Zandvliet eine Filtersperre. Auch auf der Schelde blockieren Landwirte die Straße an den Schleusen Zandvliet und Berendrecht. Hennegau Die E19 ist bei Houdeng in Richtung Brüssel und bei Nivelles in Richtung Mons immer noch gesperrt, Umleitung über die A54 in beiden Fällen. Auf der N57 ist der Betriebshof Colruyt gesperrt. Die E19 ist in Haut Ittre gesperrt.

Portugal: Straßen- und Grenzblockaden aufgrund von Bauernprotesten

Der Verband der portugiesischen Landwirte (Confederação dos Agricultores de Portugal) hat angekündigt, am Donnerstag, den 1. Februar 2024 ab 02:00 Uhr MEZ mit Demonstrationen in Portugal zu beginnen.  Es werden Straßenblockaden auf den Hauptverkehrswegen erwartet, insbesondere in der Nähe aller wichtigen Grenzübergänge. Aktuelle Informationen auf Portugiesisch sind hier zu finden.

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Update vom 31.01.2024:

Situation in Deutschland:

Zur Zeit ist der Verkehr in und um Schkopau und Leipzig stark durch Bauernproteste behindert. An einigen Stellen kommt durch die Blockaden der Verkehr ganz zum Erliegen. Aus diesen Gründen können wir eine termingerechte Anlieferung und Abholung von Containern und Sendungen im Großraum Leipzig und ganz Sachsen nicht garantieren.

Situation in Belgien und Frankreich:

In Belgien gibt es am 31. Januar 2024 vor allem im Großraum Antwerpen anhaltende Proteste der Landwirte und Straßenblockaden. Derzeit sollen nach Beobachtung des belgischen TLV Bauern in Richtung Kallo fahren, um eine neue Blockade zu errichten. Nach Informationen des flämischen Verbands werden möglicherweise im Hafen von Antwerpen der Hollands-Komplex an der R2 und der alternative Zugang zum Waaslandhaven über den Blikken blockiert.

Dadurch wären u.a. die Terminals am Deurganckdok nicht mehr zugänglich. Auch auf der rechten Uferseite sind Störungen nicht auszuschließen. Konkrete Informationen hierzu liegen noch nicht vor. Es wird geraten, die Medienberichte und Verkehrsdurchsagen zu verfolgen.

Auch in Frankreich halten die Blockaden an. Nachfolgender Link führt zu einer Übersicht über die betroffenen Straßen in Frankreich.

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Update vom 30.01.2024:

Situation in Deutschland:

Von Montag, den 29. Januar 2024 frühmorgens bis Dienstagmittag blockierten protestierende Landwirte mit ihren Traktoren Kreuzungen und Straßen im Hamburger Hafen. Dies führte zu massiven Auswirkungen auf alle Bereiche des Hafens, auf der A7 und im Hamburger Süden. Nach Aussagen der Wasserschutzpolizei waren die Aktivitäten der Landwirte im Hafen nicht angemeldet. Gespräche zwischen Polizei und Demonstranten hatten am Montag nicht zu einer Aufgabe der Blockade geführt. Die Traktoren wären nur mit schwerem Gerät zu entfernen, welches erst beschafft werden musste. Die Landwirte hatten sich erst am Dienstagvormittag mit ihren Traktoren in Bewegung gesetzt und die Blockade aufgegeben. Ähnliche Blockaden gab es auch vor dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven . 

Situation in Belgien und Frankreich:

Der belgische Verband Transport en Logistiek Vlaanderen (TLV) machte am Dienstag, den 30.01.2024 darauf aufmerksam, dass es auch in Belgien gebietsweise zu Störungen durch die Proteste wallonischer und flämischer Landwirte kommt. Unzufriedene Landwirte errichteten nun auch im flämischen Teil Belgiens Straßenblockaden. Noch handelt es sich um spontane Aktionen (siehe vorherige Meldung), aber die Bauernverbände bereiten sich auf koordinierte Aktionen vor. Die größten Behinderungen gab auf dem Antwerpener Ring in Merksem, auf dem Brüsseler Ring bei Halle und an einigen wichtigen Knotenpunkten in Wallonien. Eine aktuelle Übersicht über die Verkehrsstörungen bietet die Website der belgischen föderalen Polizei. In der Zwischenzeit hat der TLV die Nachricht erhalten, dass die Zufahrtsstraßen zum Hafen von Zeebrugge von Dienstag, 30. Januar 2024, um 12.00 Uhr bis Mittwoch, den 31. Januar 2024, um 12.00 Uhr gesperrt werden. In Anbetracht der Spontaneität der Aktionen besteht die Möglichkeit, dass die Proteste auch im Rest des Landes stattfinden werden.

Auch in Frankreich gibt es derzeit gravierende Behinderungen durch protestierende Landwirte Die französische Hauptstadt sieht sich einer massiven Bauernblockade gegenüber, die das politische Establishment in Paris vor eine ernsthafte Herausforderung stellt. Auslöser des Protests sind die wachsende Frustration der Bauern über bürokratische Hürden, schwindende Einnahmen und strenge europäische Umweltauflagen. Weitere Details zur aktuellen Situation in Frankreich findet man hier.

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Die Disponenten der NAVIS werden ihr Bestes versuchen, dass alle Transporte möglichst termingerecht organisiert werden können. Zugleich bitten wir um Verständnis, wenn es doch zu Verzögerungen bei der Abholung oder Zustellung von Sendungen sowie bei Containergestellungen kommen sollte.

Bitte beachten Sie, dass es auch in den folgenden Tagen nach einem Streikende zu einem Auftragsstau und damit zu Verzögerungen bei den Transporten in den betroffenen Regionen kommen kann. Bitte haben Sie zudem Verständnis, dass wir generell keine Haftung für aus den oben genannten Umständen resultierenden Verzögerungen oder für etwaige Zusatzkosten bei den Transporten übernehmen können.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihr gewohnter Ansprechpartner der NAVIS jederzeit gern zur Verfügung.

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