13. Aug, 2020Export-See

Am 4. August 2020 ereigneten sich im Hafen von Beirut schwere Explosionen, die zu zahlreichen Todesopfern und Verletzten führten. Im Umkreis von mehreren Kilometern zum Hafen sind schwere Schäden entstanden. Ursache war ein Brand, der 2750 Tonnen Ammoniumnitrat in einem Hafenspeicher zur Explosion brachte. Der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in Beirut wird im ohnehin seit Jahrzehnten krisengeschüttelten Libanon sicherlich viele Jahre in Anspruch nehmen und nur mit internationaler Hilfe zu bewerkstelligen sein. 

Bei allem Unglück für die betroffene Bevölkerung des Libanon ist zumindest der für die Versorgung des Landes so wichtige Containerterminal von Beirut wieder im Betrieb.  Die ersten Schiffe haben Beirut bereits wieder angelaufen. Weil der Libanon einen Großteil seiner Waren importiert, hatte man Versorgungsengpässe befürchtet. Vor der Wiedereröffnung wurden Schiffe zunächst nach Tripoli im Nord-Libanon und in andere Häfen in der Region umgeleitet.

Dennoch ist in den nächsten Wochen und Monaten mit Verzögerungen bei der Abfertigung von Importen in Beirut zu rechnen, da auch sehr viele Büros und IT-Systeme von Zollbehörden, Customs Broker, Reedereien und Speditionen zerstört wurden.   

Wir empfehlen Exporteuren, mit Ihren Kunden im Libanon vor einer Verladung im Kontakt zu bleiben, um zu prüfen, ob eine Empfangnahme der Ware in Beirut derzeit auch gewährleistet werden kann.

 

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