
Eine fachgerechte Ladungssicherung im Container verhindert Transportschäden, schützt Logistikmitarbeiter und ist rechtlich zwingend vorgeschrieben. Das oberste Prinzip lautet: Die Ladung muss zu allen Seiten formschlüssig oder kraftschlüssig gesichert sein, damit sie sich bei Seegang, Bremsmanövern oder Kurvenfahrten nicht bewegen kann.
Hier ist eine kompakte Übersicht zu den Methoden, Hilfsmitteln und rechtlichen Grundlagen:
Die zwei Hauptmethoden der Ladungssicherung im Container:
- Formschluss (Lückenloses Stauen): Die Ladung wird so gelistet, dass kein Freiraum zu den Containerwänden oder anderen Packstücken bleibt. Entstehende Lücken werden blockiert.
- Kraftschluss (Niedersurren): Die Ladung wird durch extreme Spannung (z. B. Zurrgurte) auf den Containerboden gepresst, um die Reibung zu erhöhen. Im Container wird diese Methode meist mit dem Formschluss kombiniert.
Unverzichtbare Hilfsmittel zur Container-Sicherung:
- Stauhölzer & Paletten: Füllen Leerräume am Boden oder zwischen den Gütern aus.
- Staupolster (Airbags): Aufblasbare Kissen, die flexibel in Lücken eingesetzt und mit Druckluft befüllt werden. Sie sind ideal, um seitlichen Formschluss herzustellen.
- Zurrgurte & Spanngurte: Werden an den integrierten Zurrösen (Lashing Rings) an den Boden- und Dachlängsträgern des Containers befestigt.
- Lashing-Systeme (Rückhaltesysteme): Spezielle Gurtbänder, die kreuzweise vor den Containertüren oder Freiräumen gespannt werden, um ein Herausfallen der Ware beim Öffnen zu verhindern.
- Antirutschmatten: Erhöhen den Reibbeiwert drastisch und reduzieren die Anzahl der benötigten Gurte.
Wichtige Packregeln (CTU-Code):
- Gewichtsverteilung: Das Gewicht muss gleichmäßig über die gesamte Bodenfläche verteilt sein. Schwere Güter gehören nach unten, leichte nach oben.
- Kein Freiraum an den Türen: Die Ladung direkt an der Tür muss so gesichert sein, dass sie beim Öffnen der Tür nicht herausstürzt.
- Kompatibilität: Chemikalien dürfen nicht neben Lebensmitteln gestaut werden; feuchtigkeitsempfindliche Ware benötigt Trockenmittel (Desiccants).
Rechtliche Grundlagen:
Die Sicherung muss den Richtlinien des global gültigen CTU-Codes (Code of Practice for Packing of Cargo Transport Units) entsprechen. In Deutschland greifen zudem die VDI 2700 sowie der § 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) für den anschließenden Lkw-Transport.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Ladungssicherung im Container sind zudem auf der Website TIS (Transport-Informations-Service) des Gesamtverbandes der Versicherer hier einsehbar.


