22. Juni, 2026Land-Verkehre

Ab dem 1. Juli 2026 erweitert die neue Phase des europäischen Mobilitätspakets die Verpflichtungen für  Transporter und leichte Nutzfahrzeuge über 2,5 Tonnen Gesamtgewicht, die im  grenzüberschreitenden Verkehr oder im Kabotageverkehr eingesetzt werden. Dies bedeutet einen strengeren Kontrollrahmen mit neuen Compliance-Anforderungen für diese Art von Transporten.

In der Praxis erfordert diese Änderung eine Überprüfung von Routen, Schichten, Unterlagen und internen Abläufen, um den Vorschriften gerecht zu werden und Strafen zu vermeiden. Dies bedeutet zwar einen höheren operativen Aufwand für die Transportunternehmen, fördert aber im Gegenzug ein einheitlicheres Wettbewerbsumfeld innerhalb der EU.

Darüber hinaus sieht die Verordnung die Einführung von Systemen zur Überwachung der Fahrertätigkeit vor, was bei der Planung und Schulung der Teams berücksichtigt werden sollte. Für die Unternehmen liegen die Hauptauswirkungen eher in der Organisation und der Einhaltung der Vorschriften als in einer einmaligen, isolierten Änderung.

 

INTELLIGENTER FAHRTENSCHREIBER (SMART TACHOGRAPH):

  • Verpflichtend im internationalen Verkehr
  • Im nationalen Verkehr weiterhin ausgenommen
  • Automatische Erfassung von Lenkzeiten, Grenzübertritten und Aktivitäten
  • Einbau eines Geräts der 2. Generation vorgeschrieben

 

LENK- UND RUHEZEITEN:

  • Tägliche Lenkzeit: max. 9 Stunden (10 Stunden, 2x pro Woche möglich)
  • Wöchentliche Lenkzeit: max. 56 Stunden – Max. 90 Stunden innerhalb von 2 Wochen
  • Pausen- und Ruhezeiten entsprechen den Regelungen im Schwerlastverkehr
  • Vollständige Angleichung an die Vorschriften für den Güterkraftverkehr

 

eCMR: DIGITALE FRACHTUNTERLAGEN:

  • Die EU fördert den elektronischen Frachtbrief (eCMR) als europäischen Standard.
  • Direkter digitaler Zugriff für Behörden in allen Mitgliedstaaten
  • Schrittweise Ablösung papierbasierter Transportdokumente
  • Bessere Rückverfolgbarkeit und grenzüberschreitende Kontrolle

 

VERSTÄRKTE KONTROLLEN:

  • Automatisierter Datenaustausch zwischen EU-Ländern
  • Häufigere und auch remote durchgeführte Kontrollen
  • Entsenderichtlinie (Posting of Drivers): Anwendung der Mindestlöhne des jeweiligen Einsatzlandes
  • Besonders relevant für Einsätze in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden