25. Nov, 2020Corona

Die Ausbreitung der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Lungenkrankheit COVID-19 hat globale Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Weltwirtschaft. Als international tätiges Unternehmen denken wir an unsere Mitarbeiter, Kunden, Partnerfirmen und Lieferanten, die alle mit großem Engagement daran arbeiten, die Herausforderungen zu bewältigen, die diese besondere Situation mit sich bringt. Eine aktuelle Auflistung der internationalen Risikogebiete und besonders betroffenen Gebiete in Deutschland für die durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit COVID-19  wird vom Robert-Koch-Institut laufend aktualisiert.

 

A) Weltweite COVID-19 – Risikogebiete  und  Reisewarnungen sowie Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

 

Aktuelle Risikogebiete in Deutschland:

Menschen aus deutschen Corona-Hotspots müssen mit deutlichen Einschränkungen rechnen, wenn sie in andere Bundesländer reisen und dort übernachten möchten. Wird in einer Stadt, einem Land- oder Stadtkreis die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Inzidenz-Wert) überschritten, gilt das Gebiet als deutsches Risikogebiet. 

  • Den täglichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Lage in Deutschland finden Sie hier.
  • Einen Überblick über die aktuellen Quarantäneverordnungen in Deutschland (Stand 25.11.2020) finden Sie hier.
  • Für den Überblick über die Quarantänevorschriften in den deutschen Bundesländern (Stand 25.11.2020) klicken Sie bitte hier.
  • Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes bietet auf www.tourismus-wegweiser.de für alle Bundesländer eine Übersicht der jeweiligen Regelungen zur Infektionseindämmung.
  • Informationen, wo betroffene Personen in Hamburg einen kostenlosen Corona-Test machen können, finden Sie hier.

 

Aktuelle Risikogebiete in Europa und der Welt:

Das Auswärtige Amt hat am 16.September 2020 nochmals vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland gewarnt. Diese allgemeine Reisewarnung wurde am 1.Oktober 2020 in differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise für einzelne Länder abgeändert.

Das bedeutet zwar nicht, dass es Deutschen verboten wäre, in Länder mit Reisewarnungen zu fliegen. Touristen und Geschäftsreisende sollten sich aber über die Konditionen ihrer Reiseversicherung informieren, die bei einer offiziellen Reisewarnung in aller Regel nur eingeschränkt haftet. Urlauber können im Fall eines zweiten Ausbruchs von Corona zudem nicht mit einer Rückholaktion der Bundesregierung rechnen, wie sie Ende März 2020 stattfand.

Auch wenn die allgemeine Reisewarnung für die meisten europäischen Länder am 15. Juni 2020 aufgehoben wurde, sollten sich Reisende vor Reiseantritt innerhalb Europas informieren. Denn es kann auch weiterhin in einzelnen europäischen Ländern zu Beschränkungen kommen. Reisende sollten daher unbedingt die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachten.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Bitte beachten Sie: Die Reise- und Sicherheitsinformationen sollen allen Reisenden ermöglichen, selbst zu entscheiden, ob Sie eine Reise antreten. Zu diesem Zweck wird die Lage kontinuierlich beobachtet und Aktualisierungen vorgenommen. Weder das Auswärtige Amt noch die deutschen Auslandsvertretungen können Reisenden die Entscheidung über eine Reise abnehmen.

 

 

B) Weltweite Übersicht über die Auswirkungen des Ausbruchs des Coronavirus auf den Güter- und Personenverkehr 

 

C) Auswirkungen auf die LANDVERKEHRE in Europa und Nordafrika 

Die Regierungen aller europäischen Länder und Nordafrikas hatten im März 2020 strikte Maßnahmen vorgenommen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Je nach Land zählten dazu unter anderem Ausgangssperren, GrenzschließungenEinschränkungen im Personen- und Warenverkehr als auch Quarantäne-Anordnungen für bestimmte Personen sowie für ganze Regionen.  

Die Landverkehre der NAVIS können die gewohnten Regel-Laufzeiten und Verladetage weitgehend gewährleisten.  Der Güterverkehr in Europa war und ist von den Grenzschließungen nicht unmittelbar betroffen. Dennoch können etwaige Grenzkontrollen nach wie vor längere Wartezeiten für die LKW verursachen. Termine und Laufzeiten können wir daher innerhalb Europas immer noch nicht vollumfänglich garantieren.

Da viele Betriebe in einigen Regionen Europas durch die Corona-Maßnahmen Ihre Öffnungszeiten reduziert haben oder unter Personalengpässen leiden, kann es zu Abliefer- oder Abholhindernissen kommen. Wir empfehlen Ihnen daher zu prüfen, ob Ihr Kunde die Ware empfangen bzw. ob Ihr Lieferant die Ware an uns übergeben kann, bevor Sie uns mit dem Transport beauftragen, um unnötige Zusatzkosten aufgrund von Fehlfuhren zu vermeiden.

Es kann aber jederzeit zu neuerlichen Einschränkungen und/oder Maßnahmen durch die Regierungen der betroffenen Länder kommen. Wir setzen alles daran, Ihnen aktuelle Informationen zu der Situation rund um das Coronavirus zur Verfügung zu stellen, dennoch möchten wir Sie bitten, sich über die Entwicklung der Gesamtsituation in den Medien eigenständig informiert zu halten.

Bitte beachten Sie für Ihre Aufträge im Bereich Europa-Landverkehre an die NAVIS:

1.) Es dürfen nur Transportaufträge übermittelt werden, welche keiner behördlichen Einschränkung unterliegen und bei denen die Empfänger geöffnet haben und angefahren werden können.

2.) Wir empfehlen Ihnen daher zu prüfen, ob Ihr Kunde die Ware empfangen bzw. ob Ihr Lieferant die Ware an uns übergeben kann, bevor Sie uns mit dem Transport beauftragen, um unnötige Zusatzkosten aufgrund von Fehlfuhren oder Lagergelder zu vermeiden.

Möglicherweise werden LKW-Transportunternehmen aufgrund der Corona-Krise bestimmte Destinationen in Europa nicht wie in gewohnter Weise bedienen und es deshalb zusätzlich zu einer Laderaumverknappung kommen wird. Wir können daher nicht ausschließen, dass es auf einzelnen Relationen zu einer kurzfristigen Anpassung der Frachtpreise kommen wird.

Zum aktuellen Status Ihrer Sendung sowie zu den aktuellen Transportmöglichkeiten unserer Landverkehre innerhalb Europa sowie von und nach Nordafrika stehen Ihnen bei der NAVIS jederzeit die in den Regel-Verladeplänen aufgeführten Mitarbeiter gern zur Verfügung:

 

Die in den Verladeplänen aufgeführten Verladetage und Regel-Laufzeiten gelten während der Coronavirus-Krise nur unter Vorbehalt.

Wir haben aus unterschiedlichen Quellen Informationen zu der Situation in einzelnen Ländern in Europa und Nordafrika zusammengestellt. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr:

 

D) Auswirkungen auf die SEEFRACHT-Lieferketten

Der Ausbruch des Coronavirus hat weiterhin erheblichen Einfluss auf die globalen Lieferketten, insbesondere in der Seefracht. Weltweit muss mit Hindernissen und Einschränkungen auf den Containertransportstrecken, bei der Bahn und dem Straßengüterverkehr, den Häfen und Terminals (wie z. B. Blockaden, Werksschließungen von Herstellern und Zulieferern, Desinfektionsauflagen und Quarantänebeschränkungen) gerechnet werden.

Zudem ist ein Mangel an verfügbarem Containerequipment und Kapazitätsengpässen seitens der Reeder, Zugangsverweigerungen zu Häfen und Terminals sowie der Weigerung der Zollbehörden, Waren in und aus bestimmten Ländern abzufertigen, möglich.

Die Reedereien haben die Abfahrtsdichte nicht nur von und nach Asien durch sogenannte „Blank Sailings“ stark ausgedünnt. Der Seefrachtmarkt sieht sich mit Hunderten von „Blank Sailings“ inzwischen auf allen bedeutenden Handelsrouten konfrontiert, die zu einer erheblichen Knappheit der sonst verfügbaren Schiffsraumkapazitäten und zu einem weltweiten Ungleichgewicht beim Containerequipment führen. Infolge der massiven Frachtraumverknappung wird es nicht nur im Seeverkehr zwischen Europa und Asien, sondern möglicherweise weltweit zu Ratenerhöhungen (Peak Season Surcharges) kommen.  

Unter Umständen kann die reibungslose Abwicklung und Leistung der Lieferkette nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet werden, da dieses Ereignis außerhalb der Kontrolle von NAVIS liegt. Sollten zusätzliche Kosten anfallen, weisen wir darauf hin, dass NAVIS diese zusätzlichen Kosten, wie z. B. Lagergelder, Demurrage und Detention, in Rechnung stellen wird.  

Zusätzlich zu den oben genannten Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird NAVIS voraussichtlich nicht immer in der Lage sein, Verpflichtungen zur Bereitstellung von Kapazitäten, Equipment, Transportrouten und Vorlaufzeiten zu den angebotenen Preisen einzuhalten.

Wir entschuldigen uns für jegliche Unterbrechungen und Verzögerungen, die Ihre Sendung möglicherweise erfahren wird. NAVIS wird diese weiterhin überwachen und notwendige Maßnahmen zur Minimierung von Störungen umsetzen.

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Bei spezifischen Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren gewohnte NAVIS Ansprechpartner oder  

für Export-See: Herr Lars Papke – Tel. (040) 789 48 – 230  / E-Mail: LPA@navis-ag.com

für Import-See: Frau Sabine Frieling – Tel. (040) 789 48 – 302  / E-Mail: SFR@navis-ag.com  

 

Das Deutsche Maritime Zentrum in Hamburg hat am 14.Juli 2020 eine sehr interessante 35-seitige Studie zu den “Aktuellen Entwicklungen und Reaktionen auf die Corona-Krise im maritimen Sektor” veröffentlicht. Die Betrachtung konzentriert sich dabei auf ausgewählte Länder in Asien und Europa. Den Link zu dieser Studie finden Sie hier.  

 

E) Auswirkungen auf die LUFTFRACHT-Lieferketten

Die Europäische Union hat am 17.03.2020 ein Einreiseverbot für Personen aus Nicht-EU-Staaten beschlossen. Bereits am 13.03.2020 hatte die USA ein Einreiseverbot unter anderem für Personen aus der EU erlassen. Auch viele andere Länder haben Einreiseverbote verkündet oder werden entsprechende Verbote aussprechen.

Da der weltweite Reiseverkehr dadurch quasi zum Erliegen gekommen ist, haben alle Fluggesellschaften Ihre Kapazitäten im Passagierverkehr drastisch reduziert. Einige Airlines haben Ihren Flugbetrieb zwischenzeitlich ganz eingestellt. Im Luftfrachtverkehr kommen daher fast nur noch reine Frachtflugzeuge zum Einsatz, die aber nur auf wenigen Hauptrelationen zur Verfügung stehen.

Zahlreiche Airlines sind zwischenzeitlich dazu übergegangen, Passagierflugzeuge kurzfristig in Frachtflugzeuge zu verwandeln.  Einige Carrier befüllen nicht nur die Bäuche unterhalb der Passagierkabine der Großraumjets, sondern transportieren auch Frachtgut in den Passagierkabinen –  teilweise in Paketen gelagert auf den Sitzen sowie in den Handgepäckfächern.

Die daraus resultierende massive Frachtraumverknappung im Luftverkehr führt weltweit zu drastischen Ratenerhöhungen. Luftfrachtkunden müssen sich somit leider auf höhere Luftfrachtkosten und verlängerte Transportzeiten einstellen.

Luftfracht ist in der Corona-Krise ein unerlässlicher Pfeiler, um die Grundversorgung von Menschen und Wirtschaft sicherzustellen. So ist die Luftfracht ganz aktuell zur Versorgung der Welt mit dem zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie nötigen medizinischen Material nötig. Gleichzeitig haben aber für die Fluggesellschaften die organisatorischen Herausforderungen während der Corona-Krise täglich zugenommen. Die vielen unterschiedlich scharfen Einreise- und Quarantäne-Bestimmungen sind für die Crews der zumeist interkontinental agierenden Branche eine Belastung und machen die Planung schwierig. Das gilt auch für Überflug- und Landegenehmigungen.

Zu aktuellen Informationen über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Luftfrachtverkehre steht Ihnen bei der NAVIS gern zur Verfügung:

Herr Helge Köpfer  – Tel. (040) 789 48 – 425 / E-Mail: HKO@navis-ag.com   

 

F) Gesundheit unserer Mitarbeiter und vorbeugende Maßnahmen der NAVIS

Unser besonders Augenmerk liegt darauf, die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter zu schützen und sicherzustellen, dass die Lieferketten unserer Kunden in dieser Zeit so reibungslos wie möglich verläuft. Wir versorgen unsere Mitarbeiter kontinuierlich mit Informationen, damit sie unsere Kunden mit der bestmöglichen Beratung unterstützen können.

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter bleibt unsere oberste Priorität. Bisher haben wir keinen Bericht über einen infizierten Fall in unserer Belegschaft. Zusätzlich haben wir damit begonnen, Fahrer, Dienstleister und Mitarbeiter aktiv in die Prävention einzubinden. Neben Kommunikation zu Hygienemaßnahmen führen wir Befragungen durch, um zu ermitteln, ob sich Personen beispielsweise in den vergangenen Wochen in Risikoländern oder -gebieten aufgehalten haben. Auf diese Weise wollen wir das Ansteckungsrisiko für unsere Mitarbeiter und Kunden reduzieren und den Fortlauf unserer Geschäftstätigkeit sicherstellen.

 

Wir haben hiermit versucht, Sie über die wichtigsten aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die internationalen Lieferketten zu informieren.

Für etwaige Hinweise und Rückfragen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die internationalen Lieferketten wenden Sie sich bei der NAVIS in Hamburg bitte gern an

Herrn Heino Beimgraben – Tel.: (040) 789 48 – 280 / E-Mail: HB@navis-ag.com

Wir wünschen allen unseren Mitarbeitern, Kunden, Partnerfirmen und Lieferanten, dass Sie gesund bleiben und die Corona-Zeit gut überstehen.

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