3. Apr, 2020Corona

Die weitere Ausbreitung der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Lungenkrankheit COVID-19 hat zunehmende globale Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Weltwirtschaft. Als international tätiges Unternehmen denken wir an unsere Mitarbeiter, Kunden, Partnerfirmen und Lieferanten, die alle mit großem Engagement daran arbeiten, die Herausforderungen zu bewältigen, die diese besondere Situation mit sich bringt. Eine aktuelle Auflistung der internationalen Risikogebiete und besonders betroffenen Gebiete in Deutschland für die durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit COVID-19  wird vom Robert-Koch-Institut laufend aktualisiert.

 

A) Weltweite Übersicht über die Auswirkungen des Ausbruchs des Coronavirus auf den Güter- und Personenverkehr 

Einen weltweiten Überblick über Auswirkungen des Coronavirus auf den Güter- und Personenverkehr finden Sie in unserem Downloadbereich unter:

Auswirkungen des Coronavirus auf den Güter- und Personenverkehr weltweit – Internationale Meldungen COVID-19 / Stand: 03.04.2020 

Eine englische Version zu der weltweiten Übersicht über die Auswirkungen des Coronavirus auf den Güter – und Personenverkehr finden Sie in unserem Downloadbereich unter:

Global Impact on Freight and Passenger Transport of the Coronovirus (COVID-19) Outbreak /  Version: 03. April 2020   

 

B) Auswirkungen auf die LANDVERKEHRE in Europa und Nordafrika 

Die Regierungen aller europäischen Länder und Nordafrikas haben in den letzten Tagen die Maßnahmen nochmals verschärft, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Je nach Land zählen dazu unter anderem Ausgangssperren, GrenzschließungenEinschränkungen im Personen- und Warenverkehr als auch Quarantäne-Anordnungen für bestimmte Personen sowie für ganze Regionen. Die Europäische Union hat am 17.03.2020 ein Einreiseverbot für Personen aus Nicht-EU-Staaten beschlossen. In Deutschland gilt dieses Verbot mit sofortiger Wirkung.

Es kann jederzeit zu weiteren Einschränkungen und/oder Maßnahmen durch die Regierungen der betroffenen Länder kommen. Wir setzen alles daran, Ihnen aktuelle Informationen zu der Situation rund um das Coronavirus zur Verfügung zu stellen, dennoch möchten wir Sie bitten, sich über die Entwicklung der Gesamtsituation in den Medien eigenständig informiert zu halten.

Aufgrund dieser drastischen behördlichen Einschränkungen sind die gewohnten Regel-Laufzeiten und Verladetage für die Landverkehre der NAVIS derzeit außer Kraft gesetzt. Auch wenn der Güterverkehr in Europa aktuell von den Grenzschließungen weitgehend nicht unmittelbar betroffen ist, führen die Grenzkontrollen und regionalen Sperrzonen zum Teil zu langen Wartezeiten für die LKW. Termine und Laufzeiten können daher derzeit nicht garantiert werden.

Da viele Betriebe in Europa durch die aktuellen Maßnahmen geschlossen haben oder unter Personalengpässen leiden, kann es zu Abliefer- oder Abholhindernissen kommen. Wir empfehlen Ihnen daher zu prüfen, ob Ihr Kunde die Ware empfangen bzw. ob Ihr Lieferant die Ware an uns übergeben kann, bevor Sie uns mit dem Transport beauftragen, um unnötige Zusatzkosten aufgrund von Fehlfuhren zu vermeiden.

Bitte beachten Sie für Ihre Aufträge im Bereich Europa-Landverkehre an die NAVIS:

1.) Es dürfen nur Transportaufträge übermittelt werden, welche keiner behördlichen Einschränkung unterliegen und bei denen die Empfänger geöffnet haben und angefahren werden können.

2.) Wir empfehlen Ihnen daher zu prüfen, ob Ihr Kunde die Ware empfangen bzw. ob Ihr Lieferant die Ware an uns übergeben kann, bevor Sie uns mit dem Transport beauftragen, um unnötige Zusatzkosten aufgrund von Fehlfuhren oder Lagergelder zu vermeiden.

Möglicherweise werden LKW-Transportunternehmen aufgrund der Corona-Krise bestimmte Destinationen in Europa nicht wie in gewohnter Weise bedienen und es deshalb zusätzlich zu einer Laderaumverknappung kommen wird. Wir können daher nicht ausschließen, dass es auf einzelnen Relationen zu einer kurzfristigen Anpassung der Frachtpreise kommen wird.

Zum aktuellen Status Ihrer Sendung sowie zu den aktuellen Transportmöglichkeiten unserer Landverkehre innerhalb Europa sowie von und nach Nordafrika stehen Ihnen bei der NAVIS jederzeit die in den Regel-Verladeplänen aufgeführten Mitarbeiter gern zur Verfügung:

 

Die in den Verladeplänen aufgeführten Verladetage und Regel-Laufzeiten gelten während der Coronavirus-Krise nur unter Vorbehalt.

Wir haben aus unterschiedlichen Quellen Informationen zu der Situation in einzelnen Ländern in Europa und Nordafrika zusammengestellt. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr:

 

C) Auswirkungen auf die SEEFRACHT-Lieferketten

Der Ausbruch des Coronavirus hat weiterhin erheblichen Einfluss auf die globalen Lieferketten, insbesondere in der Seefracht. Weltweit muss mit Hindernissen und Einschränkungen auf den Containertransportstrecken, bei der Bahn und dem Straßengüterverkehr, den Häfen und Terminals (wie z. B. Blockaden, Werksschließungen von Herstellern und Zulieferern, Desinfektionsauflagen und Quarantänebeschränkungen) gerechnet werden.

Zudem ist ein Mangel an verfügbarem Containerequipment und Kapazitätsengpässen seitens der Reeder, Zugangsverweigerungen zu Häfen und Terminals sowie der Weigerung der Zollbehörden, Waren in und aus bestimmten Ländern abzufertigen, möglich.

Die Reedereien haben die Abfahrtsdichte nicht nur von und nach Asien durch sogenannte „Blank Sailings“ stark ausgedünnt. Der Seefrachtmarkt sieht sich mit Hunderten von „Blank Sailings“ inzwischen auf allen bedeutenden Handelsrouten konfrontiert, die zu einer erheblichen Knappheit der sonst verfügbaren Schiffsraumkapazitäten und zu einem weltweiten Ungleichgewicht beim Containerequipment führen. Infolge der massiven Frachtraumverknappung wird es nicht nur im Seeverkehr zwischen Europa und Asien, sondern möglicherweise weltweit zu Ratenerhöhungen (Peak Season Surcharges) kommen.  

Unter Umständen kann die reibungslose Abwicklung und Leistung der Lieferkette nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet werden, da dieses Ereignis außerhalb der Kontrolle von NAVIS liegt. Sollten zusätzliche Kosten anfallen, weisen wir darauf hin, dass NAVIS diese zusätzlichen Kosten, wie z. B. Lagergelder, Demurrage und Detention, in Rechnung stellen wird.  

Zusätzlich zu den oben genannten Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus wird NAVIS voraussichtlich nicht immer in der Lage sein, Verpflichtungen zur Bereitstellung von Kapazitäten, Equipment, Transportrouten und Vorlaufzeiten zu den angebotenen Preisen einzuhalten.

Wir entschuldigen uns für jegliche Unterbrechungen und Verzögerungen, die Ihre Sendung möglicherweise erfahren wird. NAVIS wird diese weiterhin überwachen und notwendige Maßnahmen zur Minimierung von Störungen umsetzen.

Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Bei spezifischen Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren gewohnte NAVIS Ansprechpartner oder  

für Export-See: Herr Lars Papke – Tel. (040) 789 48 – 230  / E-Mail: LPA@navis-ag.com

für Import-See: Frau Sabine Frieling – Tel. (040) 789 48 – 302  / E-Mail: SFR@navis-ag.com  

 

D) Auswirkungen auf die LUFTFRACHT-Lieferketten

Die Europäische Union hat am 17.03.2020 ein Einreiseverbot für Personen aus Nicht-EU-Staaten beschlossen. In Deutschland gilt dieses Verbot mit sofortiger Wirkung. Bereits am 13.03.2020 hatte die USA ein Einreiseverbot unter anderem für Personen aus der EU erlassen. Auch viele andere Länder haben Einreiseverbote verkündet oder werden entsprechende Verbote aussprechen.

Da der weltweite Reiseverkehr dadurch quasi zum Erliegen gekommen ist, haben alle Fluggesellschaften Ihre Kapazitäten im Passagierverkehr drastisch reduziert. Einige Airlines haben Ihren Flugbetrieb zwischenzeitlich ganz eingestellt. Im Luftfrachtverkehr kommen daher fast nur noch reine Frachtflugzeuge zum Einsatz, die aber nur auf wenigen Hauptrelationen zur Verfügung stehen.

Zahlreiche Airlines sind zwischenzeitlich dazu übergegangen, Passagierflugzeuge kurzfristig in Frachtflugzeuge zu verwandeln.  Einige Carrier befüllen nicht nur die Bäuche unterhalb der Passagierkabine der Großraumjets, sondern transportieren auch Frachtgut in den Passagierkabinen –  teilweise in Paketen gelagert auf den Sitzen sowie in den Handgepäckfächern.

Die daraus resultierende massive Frachtraumverknappung im Luftverkehr führt weltweit zu drastischen Ratenerhöhungen. Luftfrachtkunden müssen sich somit leider auf höhere Luftfrachtkosten und verlängerte Transportzeiten einstellen.

Luftfracht ist in der Corona-Krise ein unerlässlicher Pfeiler, um die Grundversorgung von Menschen und Wirtschaft sicherzustellen. So ist die Luftfracht ganz aktuell zur Versorgung der Welt mit dem zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie nötigen medizinischen Material nötig. Gleichzeitig haben aber für die Fluggesellschaften die organisatorischen Herausforderungen während der Corona-Krise täglich zugenommen. Die vielen unterschiedlich scharfen Einreise- und Quarantäne-Bestimmungen sind für die Crews der zumeist interkontinental agierenden Branche eine Belastung und machen die Planung schwierig. Das gilt auch für Überflug- und Landegenehmigungen.

Zu aktuellen Informationen über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Luftfrachtverkehre steht Ihnen bei der NAVIS gern zur Verfügung:

Herr Helge Köpfer  – Tel. (040) 789 48 – 425 / E-Mail: HKO@navis-ag.com   

 

E) Gesundheit unserer Mitarbeiter und vorbeugende Maßnahmen der NAVIS

Unser besonders Augenmerk liegt darauf, die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter zu schützen und sicherzustellen, dass die Lieferketten unserer Kunden in dieser Zeit so reibungslos wie möglich verläuft. Wir versorgen unsere Mitarbeiter kontinuierlich mit Informationen, damit sie unsere Kunden mit der bestmöglichen Beratung unterstützen können.

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter bleibt unsere oberste Priorität. Bisher haben wir keinen Bericht über einen infizierten Fall in unserer Belegschaft. Zusätzlich haben wir damit begonnen, Fahrer, Dienstleister und Mitarbeiter aktiv in die Prävention einzubinden. Neben Kommunikation zu Hygienemaßnahmen führen wir Befragungen durch, um zu ermitteln, ob sich Personen beispielsweise in den vergangenen Wochen in Risikoländern oder -gebieten aufgehalten haben. Auf diese Weise wollen wir das Ansteckungsrisiko für unsere Mitarbeiter und Kunden reduzieren und den Fortlauf unserer Geschäftstätigkeit sicherstellen.

 

F) COVID-19:  Internationale Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete in Deutschland

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch (“ongoing community transmission“) vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut verschiedene Kriterien (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete), exportierte Fälle in andere Länder/Regionen). Die Situation wird jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst.

Eine aktuelle Auflistung der internationalen Risikogebiete und besonders betroffenen Gebiete in Deutschland für die durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit COVID-19  wird vom Robert-Koch-Institut laufend aktualisiert.