26. Okt, 2018 | NAVIS Segellisten

Unsere neueste NAVIS Segelliste für die Kalenderwochen 44 bis 49/2018 finden Sie ab sofort zum kostenlosen Download hier.

Sollten Sie den Bezug per Postversand wünschen, wenden Sie sich gerne an unseren Mitarbeiter Herrn Sascha Kaminski (Tel. 040 – 789 48 – 288 / Kontakt)

Thema des Deckblattes der Segelliste ist dieses Mal:

Neue Schiffe und Wege zur Erforschung des Klimawandels in der Arktis und im Arktischen Ozean

Seit Anfang 2018 fördert die EU mit einer Summe von 6 Mio. EUR für vier Jahre einen Zusammenschluss von Forschungseisbrechern in der Arktis, bestehend aus 15 Partnern in 13 Ländern. Ziel des Projekts „ARICE – Artic Research Icebreaker Consortium“ ist es, die bestehende polare Forschungsflotte gemeinschaftlich und kosteneffizient zu nutzen, um den Klimawandel effektiver erforschen zu können. Miteinbezogen werden sollen ebenfalls Handels- und Tourismusschiffe, die den Arktischen Ozean befahren. Hauptkoordinator des Projektes ist das deutsche Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven. Dem AWI gehört u.a. eines der leistungsfähigsten Forschungsschiffe, die „POLARSTERN“ (BJ 1982 / Länge 118 Meter / Geschwindigkeit 10,5 Knoten / max. Reichweite 80 Tage).

Mit der „KRONPRINS HAAKON“ (Foto) kommt zu der kleinen und relativ alten Flotte der bis dato zur Verfügung stehenden Forschungseisbrechern ein Schiff mit hochmodernster Ausrüstung für ozeanographische und hydrographische Forschungsarbeiten in den Bereichen Geologie, Geophysik, Chemie und Seismologie hinzu. Sie ist so konzipiert, dass eine minimale Umweltbelastung und weniger Lärmabstrahlung unter Wasser garantiert werden. Eigentümer ist das norwegische Polarinstitut. Die Hauptnutzung erfolgt durch die Universität von Tromsø sowie durch das norwegische Institute of Marine Research (IMR) für ozeanographische Forschung und Fischerei. Die Baukosten betrugen rund 146 Millionen EUR. An Bord ist Platz für eine 15 – 17 Mann starke Crew sowie für weitere 35 Wissenschaftler. Das Schiff ist 9.000 Tonnen schwer, 100 Meter lang, 21 Meter breit und verfügt über eine spezielle Eisverstärkung, die es ermöglicht, Eis bis zu einem Meter Dicke zu brechen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 15 Knoten hat sie eine Reichweite von max. 65 Tagen auf See. Am Bug befindet sich zusätzlich ein Hangar für zwei Hubschrauber der SAR-Klasse.

Copyright Foto: © Norwegian Polar Institute / www.npolar.no
www.europeanpolarboard.org/activities/scientifi c-initiatives/arice/