4. Jun, 2020NAVIS Segellisten

Unsere neueste NAVIS Segelliste für die Kalenderwochen 24 bis 29/2020 finden Sie ab sofort zum kostenlosen Download hier.

Sollten Sie den Bezug per Postversand wünschen, wenden Sie sich gerne an unseren Mitarbeiter Herrn Sascha Kaminski (Tel. 040 – 789 48 – 288 / Kontakt)

Thema des Deckblattes der Segelliste ist dieses Mal:

echo.1 „geistert“ durch den Hamburger Hafen

In einer unserer letzten Segellisten (KW 6-11/2020) haben wir bereits über den möglichen operativen Einsatz von Drohnen (autonome Einheiten) im Hamburger Hafengebiet berichtet.

Nun ist es bereits „Wirklichkeit“. Die Hamburg Port Authority (HPA) hat Anfang März 2020 den ersten fahrerlosen Drohnen-Prototypen zur Gewässervermessung in Betrieb genommen. „echo.1“ wird primär zur Tiefenpeilung oder zur Zustandsbegutachtung von Uferanlagen, wie z.B. Kaimauern, eingesetzt. Aufgrund der geringen Größe und hohen Manövrierfähigkeit ist das ASV (Autonomous Surface Vehicle) bestens für flache und schwer zugängliche Bereiche geeignet und eine Ergänzung zu den Peilschiffen. Sie verfügt über kompakte Hochleistungssensoren, was zur Verbesserung der Datenlage beitragen soll. Die so erfassten Daten werden per Mobilfunk (aktuell 4G zukünftig 5G-Technologie) übertragen und dann von den Mitarbeitern der HPA ausgewertet.

Die Drohne lässt sich sowohl ferngesteuert als auch autonom betreiben, vom Schiffsverkehr anfunken, ist im AIS (Automatic Identification System) sichtbar und verfügt über eine Einrichtung zur automatischen Kollisionsverhütung. Durch den Elektro-Jetpropeller fährt „echo.1“ gänzlich emissionsfrei.

Der Einsatzbereich liegt derzeit noch abseits der Hauptschifffahrtswege im Hamburger Hafengebiet. Der Betrieb ist nur per schifffahrtspolizeilicher Sondergenehmigung und aus Sicherheitsgründen mit Überwachung durch Personen erlaubt.

Das Fahrzeug besitzt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten bzw. ca. 19 km/h. Bei starker Strömung im Wasserkörper, z.B. bei Flutstrom, kann sich die Geschwindigkeit über Grund um bis zu 3 Knoten verändern. Im Messbetrieb wird echo.1 mit ca. 4-5 Knoten, d.h. ca. 9 km/h eingesetzt.

Die Kosten belaufen sich auf EUR 70.000 für die Drohne und EUR 90.000 für die hydrographische Messausstattung. Weitere Drohnen sollen folgen. Die HPA sieht in der Drohnen-Technik, egal ob in der Luft oder auf dem Wasser, eine große Zukunftschance für den Innovationsstandort Hamburg.

Copyright: © Hamburg Port Authority

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