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Thema des Titelbildes der aktuellen Segelliste:

Die Köhlbrandbrücke – Ein Wahrzeichen Hamburgs bald Geschichte?

Die Köhlbrandbrücke verbindet seit 1974 in Hamburg das Hafengebiet auf der Elbinsel Wilhelmsburg mit den großen Containerterminals in Waltershof und Altenwerder sowie  mit der wichtigen Nord-Süd-Autobahn A 7. Mit 3.618 Meter Länge ist die Köhlbrandbrücke nach der Hochstraße Elbmarsch(Teil der A 7 südlich des Elbtunnels) die zweitlängste Straßenbrücke Deutschlands. Man nennt sie auch die „schönste Flussbrücke Europas“ oder „Golden Gate von Hamburg“. Die Schrägseilbrücke überspannt mit einer Länge von 520 Metern und einer lichten Höhe von 51 Metern (bei mittlerem Hochwasser) den Köhlbrand, den Mündungsarm der Süderelbe in die Norderelbe. Niemand dachte bei der Einweihung 1974 an das heutige Verkehrsaufkommen von 38.000 Fahrzeugen täglich und die damit – besonders durch den Schwerverkehr – verbundene Belastung für dieBrücke. Trotz umfangreicher Sanierung 2016 wird ihre Nutzbarkeit 2030 enden. Eine Sanierung erscheint nicht wirtschaftlich. Bereits seit 2012 besteht auf der Brücke Überholverbot für Lkws. Seit Januar 2019 gilt ebenfalls im Bereich der Strombrücke ein Abstandsgebot von 50 Metern für Lkw. Zudem ist die Durchfahrtshöhe für die heutigen Großcontainerschiffe zu niedrig, um das Containerterminal in Hamburg-Altenwerder anzulaufen.

Die Planungen sehen als Ersatz für die Köhlbrandbrücke entweder einen Doppel-Röhrentunnel oder eine Hochbücke vor, die dann allerdings eine Durchfahrtshöhe von mindestens 73 Metern haben müsste. Derzeit wird von den Planungsbehörden ein Tunnel favorisiert. Ein Tunnel sei zwar im Bau teurer als eine neue Brücke, die Unterhaltskosten lägen dagegen langfristig deutlich niedriger. Durch den Wegfall der Brücke könnten Schiffe aller Größen bei jedem Wasserstand den Containerhafen Altenwerder anfahren. Alternative Planungen sehen sogar den Bau eines doppelstöckigen Tunnel vor, in dem auf der unteren Ebene Fahrbahnen für autonom fahrende Containertransporter vorgesehen ist (siehe Grafik unten). Diese Variante wird aber von
Verkehrsexperten als nicht finanzierbar eingestuft.

Warten wir ab, für welche Variante die politisch Verantwortlichen sich letztendlich entscheiden werden. Kommt es zum Tunnelbau, gibt es derzeit Überlegungen, die beiden 135 Meter hohen blauen Pylonen als Wahrzeichen der alten Köhlbrandbrücke
stehen zu lassen.

Copyright Foto: Hapag-Llyod

llustration: euphorika

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