24. Jan, 2020NAVIS Segellisten

Unsere neueste NAVIS Segelliste für die Kalenderwochen 6 bis 11/2020 finden Sie ab sofort zum kostenlosen Download hier.

Sollten Sie den Bezug per Postversand wünschen, wenden Sie sich gerne an unseren Mitarbeiter Herrn Sascha Kaminski (Tel. 040 – 789 48 – 288 / Kontakt)

Thema des Deckblattes der Segelliste ist dieses Mal:

Drohnen und Robotertechnik für den Hamburger Hafen

Wachsende Globalisierung, immer größere Schiffe und neue Umweltauflagen sorgen für einen gesteigerten Bedarf an Neuerungen in der Schifffahrt. Auch der Hamburger Hafen als eines der größten wassergebundenen Verkehrszentren Europas, entwickelt sich immer mehr in Richtung SmartPORT. Die Hamburg Port Authority (HPA) fördert intensiv Forschung und Entwicklung von innovativen Projekten an Hochschulen und Universitäten in ganz Deutschland und Europa. Die Herausforderung ist, global wettbewerbsfähig zu bleiben und trotz allem die Umweltbelastungen zu verringern.

Eines der Ziele der HPA ist der operative Einsatz von Drohnen (autonome Einheiten) im Hamburger Hafengebiet zur Umweltüberwachung, zudem die Überwachung der Wasserqualität, die Inspektion von Kaimauern und Schleusen, aber auch die Unterstützung bei Schiffsunglücken und Überschwemmungen oder das Scannen von Schiffsrümpfen während der Entladung von Containerschiffen nach Auffälligkeiten.

Ein solches gefördertes EU-Forschungs- und Entwicklungsprojekt ist RoboVaaS (Robotic Vessels as a Service). Die Kombination aus unbemanntem Oberflächen- (ASV Autonomous Surface Vehicle) und Unterwasserfahrzeug (ROV Remotely Operated Vehicle) ermöglicht die Abbildung von fünf Szenarien: Strandungsvermeidungsdienst, Unterwasserinspektion von Schiffen und Kaimauern, Umweltdatenerfassung und innovativem Datentransport unter Wasser (data muling). Zum Forschungskonsortium gehören die Kraken Robotik GmbH in Bremen, die Universität in Padua, die Universität in Limerick, die SonarSim Ltd in Irland, die HPA sowie das Fraunhofer Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML in Hamburg. Das Fraunhofer CML entwickelt dafür selbst eine Demonstrationsplattform, bestehend aus einem ASV-Prototypen (siehe Foto), einem ROV sowie einer web-basierten Kontrollsoftware für Anwender und Operator, die alle fünf Szenarien abdeckt. Das ASV dient als Kommunikationsschnittstelle für das ROV und als Plattform für die topografische Vermessung. Das ROV wiederum verfügt über optische Systeme für Unterwasserinspektionen zu Demonstrationszwecken. RoboVaaS ist eine Kombination von fortschrittlichen Fernerkundungsfunktionen mit Unterwasserrobotik und modernsten bildgebenden Verfahren.

Auch die NAVIS begrüßt technologische Innovationen zur Minimierung von Umweltbelastungen durch Seeschiffe und bekennt sich zum Klimaschutz. Besuchen Sie uns zu dieser Thematik gern auf unserer Website: www.navis-ag.com/ueber-uns/nachhaltigkeit

Fraunhofer CML Ansprechpartner: Vincent Schneider